Impressionen vom Innovationsforum für Medizintechnik 2011 in Tuttlingen
Mehr als 130 Unternehmer und Entwicklungsingenieure aus der
europäischen Medizintechnikbranche und verwandten Sparten suchten am 19.
Oktober in der Tuttlinger Stadthalle das Gespräch mit Forschern. Die
Clusterorganisation MedicalMountains und die IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg
hatten sie zum dritten Innovationsforum Medizintechnik eingeladen. Ziel
des Forums war es, den Know-how- und Technologietransfer zwischen
Wissenschaft und Industrie zu beschleunigen.
Der Präsident der
IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg, Dieter Teufel, wies in seiner Eröffnung
auf die besondere Gelegenheit zum Dialog hin: Das
MedicalMountains-Innovationsforum biete nicht nur 30 von Experten
ausgewählte Fachvorträge und informative Posterpräsentationen, sondern
vor allem die Möglichkeit der gezielten Kontaktanbahnung zwischen
Unternehmen und Forschern. „Sie können hier ganz konkret über die
industrielle Verwertung von marktreifen Innovationen aus der
Wissenschaft verhandeln“, regte der IHK-Präsident an. Das Konzept des
dialogorientierten Forums helfe insbesondere mittelständischen
Unternehmen, den Weg zu neuen Produkten und zur Anwendung neuer
Technologien zu verkürzen. Die Raumschaft Tuttlingen, Weltzentrum der
Medizintechnik, erhalte somit wertvolle Impulse, so Teufel weiter.
Schützenhilfe
bei der Vernetzung mit Forschern und beim Entwickeln neuer Ideen erhält
die regionale Medizintechnikbranche künftig von der MedicalMountains
AG. Die von der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg, der Landesgesellschaft BIOPRO Baden-Württemberg GmbH und dem Landkreis Tuttlingen
ins Leben gerufene Organisation wird zukünftig besonders die kleinen
und mittleren Medizintechnikunternehmen im Raum Tuttlingen mit
verschiedenen Dienstleistungen unterstützen und Kooperationen den Weg
ebnen. Clustermanagerin Yvonne Glienke stellte die Clusterorganisation
im Rahmen des Innovationsforums erstmals öffentlich vor.
„Die
neue Landesregierung misst im Rahmen ihrer Technologiepolitik
Kooperationen zwischen Forschungseinrichtungen, Hochschulen und
Unternehmen besondere Bedeutung zu. Deswegen ist die Förderung
regionaler Clusterinitiativen mit Landesmitteln und Geldern aus dem
europäischen Efre-Fonds ein wesentlicher Bestandteil der
Innovationspolitik“, sagte Ministerialdirektor Daniel Rousta von
baden-württembergischen Finanz- und Wirtschaftsministerium.
Die
Teilnehmer des Forums erfuhren unter anderem, wie sie neuartige
Werkstoffe und Oberflächentechnologien in der Medizin einsetzen können.
Ein weiteres Thema waren innovative Lösungen für intelligente
Implantate, die auf ihren Einsatz warten. So präsentierte beispielsweise
das Institut für Mikro- und Informationstechnik der
Hahn-Schickard-Gesellschaft aus Villingen-Schwenningen eine osmotische
Kartusche in einer Zahnprothese, die zur permanenten Medikamentenabgabe
im Mundraum dient. Das System könnte künftig die Therapie von Parkinson
unterstützen. Gefördert wurde dieser Veranstaltung durch das Enterprise
Europe Network der Europäischen Union, einem europaweiten Netzwerk zur
Unterstützung von kleinen und mittleren Unternehmen.
Unter anderem waren folgende Organisationen vertreten:



















